FAQ | Presse

Was ist die Idée Coopérative?

Die Idée Coopérative ist die Genossenschaft für Genossenschaften. Ihre Mitglieder stehen ein für mehr kooperatives Unternehmertum in der Schweiz und damit für mehr Selbstverantwortung in Wirtschaft und Gesellschaft. Denn das Genossenschaftsmodell bietet sich als moderne, nachhaltige Lösung für viele aktuelle Herausforderungen an.
Als Kompetenzzentrum für Genossenschaften ist die Idée Coopérative Stimme und Treiber für dieses zukunftsfähige Wirtschaftsmodell. Sie stellt Daten und Wissen für das erfolgreiche Betreiben von partizipativen Unternehmen und Organisationen zur Verfügung und vernetzt ganz grosse wie auch kleinräumige, situative Genossenschaften.

 

Wer steht hinter der Idée Coopérative?

Aktuell gehören der Idée Coopérative 13 Mitglieder an, darunter die Gründungsmitglieder Fenaco, Die Schweizerische Mobiliar, Raiffeisen, Mobility und die Allgemeine Baugenossenschaft Zürich.
Die Verwaltung besteht aus vier Personen: Präsidentin Ursula Nold-Meier (Migros Genossenschaftsbund), Dr. Hilmar Gernet (Raiffeisen Schweiz), Christa Tschumi (Fenaco) und Dorothea Strauss (Die Schweizerische Mobiliar).

 

Wann ist die Idée Coopérative entstanden?

Per 1. Januar 2020 ist die Idée Coopérative aus der 2010 gegründeten Interessensgemeinschaft Genossenschaftsunternehmen hervorgegangen. Auch diese IGG hatte eine Vorgeschichte: Seit der Gründung des Schweizerischen Genossenschaftsverbunds 1899 gab es eine aktive Interessensvertretung für Genossenschaften. Diese fiel jedoch mit der Revision des Obligationenrechts 1937 in einen Dornröschenschlaf – bis eben zur IGG-Gründung 2010.

 

Weshalb sind Genossenschaften speziell?

Die Genossenschaft ist eine Rechtsform, mit der eine unternehmerische Tätigkeit aufgenommen werden kann. Eine genossenschaftliche Kooperation bietet sich immer dann an, wenn das Verfolgen eines wirtschaftlichen Ziels die Leistungsfähigkeit des Einzelnen übersteigt, zugleich aber die selbständige Existenz gewahrt werden soll. Die Gedanken der wirtschaftlichen Selbsthilfe, der direkten Demokratie (jedes Mitglied hat eine Stimme) und die Nähe zu den Mitgliedern oder Kunden stehen im Vordergrund.

 

Welche aktuelle Zahlen gibt es zum Genossenschaftswesen?

In der Schweiz existieren 8559 Genossenschaften (Stand 2019). Im Jahre 2016 gab es 99 Neugegründete. Die bestehenden 20 grössten Genossenschaften in der Schweiz machen zusammen einen Anteil von 12.5% des realen BIP (Stand 2012) aus.

 

Warum lohnt sich die Mitgliedschaft bei der Idée Coopérative?

Das Leistungsangebot umfasst eine Anlauf- und Auskunftsstelle für Genossenschaften und zum Thema Genossenschaften. Das eigene Kompetenzzentrum regt die Wissenschaft an, über kooperatives, zukunftsorientiertes Organisieren und Wirtschaften zu forschen. Die Idée Coopérative vernetzt zudem alle Interessensgruppen, die am Genossenschaftswesen interessiert sind – national und international.

 

Wieviel kostet der Mitgliederbeitrag?

Der Mitgliederbeitrag wird nach Anzahl Vollzeitstellen der Genossenschaft ermittelt. Kleine Genossenschaften mit bis neun Mitarbeitenden bezahlen 500 Franken, grosse Genossenschaften mit über 1000 Beschäftigten 15'000 Franken. Die detaillierte Liste mit allen Abstufungen ist im Formular "Mitglied werden" auf www.ideecooperative.ch zu finden. Jede Genossenschaftsperson ist zur Übernahme mindestens eines Anteilscheins von CHF 1ꞌ000 verpflichtet.