Mitgliederportrait: Schweizerische Mobiliar Genossenschaft

Portrait | 07.10.2020

Die Mobiliar entstand im Jahre 1826, weil es – Jahre vor der Bundesstaatsgründung – keine inländische Brandversicherung gab. Mittlerweile gehört die Genossenschaft mit ihren über 5000 Mitarbeitenden zu den grössten Anbietern im schweizerischen Versicherungsmarkt. Im Interview erklärt Mobiliar-CEO Markus Hongler, wie die «Mobi» auf dem Markt ihre Unternehmensform Genossenschaft als Vorteil ausspielt und was es mit den Verdienstmedaillen auf sich hat.
 

Was ist der Gründungsursprung Ihrer Genossenschaft?
Die Mobiliar ist seit ihrer Gründung im Jahr 1826 dem Gemeinwohl verpflichtet. Der Name lautete damals «Schweizerische Gesellschaft zur gegenseitigen Versicherung des Mobiliars gegen Brandschaden». Bis dahin war bewegliche Habe nicht versicherbar, und das neue Unternehmen bot etwas völlig Neues an. Es dauerte dann nur wenige Jahre, bis die Mobiliar in der ganzen Schweiz dank lokalen Agenten direkt vor Ort vertreten war. Diese dezentrale Struktur haben wir bis heute bewahrt und leben sie noch immer erfolgreich.

Was ist der USP der Mobiliar?
Wir geben nicht nur unseren Kundinnen und Kunden, sondern der ganzen Schweiz ein Versprechen: Das Leben leben – wir sind da. Die Mobiliar ist heute mit ihren 80 Generalagenturen vertreten und damit nah bei den Menschen – gerade auch im Schadenfall. In diesem für unsere Kunden emotionalen Moment helfen wir rasch und unkompliziert, das ist unser USP. Diese Kundennähe wollen wir auch in Zukunft behalten. Immer persönlich, aber auch digital. Schadenerledigung und Beratungsservices auf digitalen Plattformen halten uns im direkten Kontakt mit dem Kunden, rund um die Uhr, wann immer es der Kunde wünscht. Dafür investieren wir in unsere digitalen Fähigkeiten. Unsere persönlichen Kundenbeziehungen können wir am besten weiterführen, wenn wir mehr bieten als reine Versicherungen. Hinzu kommt, dass die Mobiliar einen aktiven Beitrag zu einer positiven Zukunft leistet. Im Rahmen unseres Gesellschaftsengagements schaffen wir einzigartige neue Plattformen des Austauschs. Wir vernetzen unterschiedliche Disziplinen und realisieren dadurch einzigartige Projekte, die der Schweizer Allgemeinheit zugutekommen.

Worauf sind Sie besonders stolz?
Der Mobiliar ist es in ihrer langen Geschichte immer wieder gelungen, sich nicht nur der Zeit anzupassen, sondern sie auch aktiv mitzugestalten. So entwickelt sich die Mobiliar heute von einem analogen zu einem digital erfahrenen Unternehmen. Das umfasst unterschiedliche Komponenten. Z.B. die Fähigkeit, Kundeninteraktionen neu zu denken, also unsere langjährige, lokale Präsenz vor Ort mit digitalen Plattformen und Partnerunternehmen zu verknüpfen. Oder aber auch die Art und Weise, wie wir bei der Mobiliar arbeiten: nahezu papierlos, ortsunabhängig und in Netzwerken. 

Besitzen Sie eine spannende Trouvaille in Ihrem Genossenschaftsarchiv,  die Sie uns zeigen können?  Verdienstmedaille: 230 Silbermünzen, welche im 19. Jahrhundert für besondere Verdienste vergeben wurden. Insbesondere bei vorbildlichen Taten (z.B. Rettung, Lösung) im Zuge von Bränden, aber auch bei Ehrungen von Mitarbeitern.


Inwiefern profitiert Ihre Genossenschaft von der Idée Coopérative? Wieso können Sie die Mitgliedschaft auch anderen Genossenschaften empfehlen?
Die Genossenschaft als Unternehmensform ist zeitlos aktuell und von grosser Relevanz. Durch die Mitgliedschaft und das gemeinsame Auftreten grösserer und kleinerer Genossenschaften wird diese Rolle gestärkt und nach aussen sichtbar. Zudem profitieren alle Mitglieder vom gemeinsamen Austausch.

Name: Markus Hongler
Position: CEO

www.diemobiliar.ch